Bundeswettbewerb "Polka, Walzer, Marsch"

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Es gibt keinen passenderen Austragungsort für einen Bundeswettbewerb dieser Kategorie als Wien, die Stadt des Walzers und der großen Bühnen. Der prächtige Festsaal im Wiener Rathaus wurde am 25. April 2026 zur Bühne für acht Musikkapellen aus ganz Österreich, die um den begehrten Bundessieg ritterten.

Es gibt wohl kaum Genres als Polka, Walzer und Marsch, die enger mit der heimischen Blasmusiktradition verbunden sind. Wenn man dann noch im prunkvollen Festsaal des Wiener Rathauses auftreten darf, ist das Erlebnis für die teilnehmenden Musikkapellen perfekt. Bunte Fenster, mächtige Säulen und goldene Verzierungen luden zum Staunen ein, waren diesmal jedoch nur das Beiwerk für musikalisch perfekte Auftritte der acht Musikkapellen.

Der Wettbewerb

Beim Bundeswettbewerb musste je ein Werk aus allen drei Bereichen, also eine Polka, ein Walzer und ein Marsch, aus den Stufen C oder D vorgetragen werden. Werke mit Gesang waren nicht zu gelassen. Als einheitliches Pflichtstück im Bereich Walzer wurde „A LA CARTE“ von Gerald Oswald vorab festgelgt. Dieses Werk ist eines der Preisträger des ÖBV-Kompositionswettbewerbes JOHANN STRAUSS 2025.

Um eine bestmögliche und vor allem objektive Bewertung sicherzustellen, konnten mit der „Blasmusik-Legende“ Ernst Hutter aus Deutschland, dem Chefdirigenten der Zentralen Militärmusik der Tschechischen Armee Jaroslav Šip und dem österreichisch-italienischen Dirigenten Guido Mancusi drei absolute Fachleute und erfahrene Künstler gewonnen werden. Den Juryvorsitz ohne Stimmrecht hatte Bundeskapellmeister-Stv. Herbert Klinger aus Wien.

Konzert

Ein besonderes Highlight des Tages war ein kurzes Konzert der Österreichischen Jugend Brass Band unter dem walisischen Meister Robert (Bob) Childs vor der Preisverleihung. Der Klangkörper wurde anlässlich der European Brass Band Championships 2026 von der Österreichischen Blasmusikjugend initiiert.

Das Ergebnis

Die Leistungen der acht Musikkapellen waren beeindruckend und viele gelöste Gesichter bei der Preisverleihung unterstrichen eines: Bereits die Teilnahme am Bundeswettbewerb war ein großer Schritt. Alle teilnehmenden Musikerinnen und Musiker können mit Recht stolz auf sich und ihre Leistungen sein, auch wenn am Ende eine Reihung getroffen werden musste.

Den dritten Platz holte sich die TMK Bad Leonfelden mit den Kpm. Christian und Martin Dumphart. Sie erhielt eine Flöte der Marke „Powell“ PS101, gesponsert vom ÖBV.

Der zweite Platz ging an den Musikverein St. Lorenzen im Paltental und Umgebung unter Peter Mayerhofer. Damit verbunden wurde eine Trompete der Marke „B&S“ BS210-1-0, gesponsert vom ÖBV, an die Musikkapelle übergeben.

Den begehrten Titel „Bundessieger“ erspielte sich die Musikverein Bergknappenkapelle Grünbach am Schneeberg und Umgebung unter der Leitung von Martin Bramböck. Neben der begehrten Trophäe erhielt sie eine B-Klarinette D27 der Marke „Schreiber“ WS2627-2B-0 D 27 B, gesponsert von der Generali Versicherung AG.

Danke

Zunächst muss Ehren-Bundeskapellmeister Walter Rescheneder für seine charmante und kompetente Moderation durch den Wettbewerb gedankt werden.

Der größte Dank gilt jedoch dem Team des Wiener Blasmusikverbandes rund um Herbert Klinger und Michael Foltinowsky, die auf und hinter der Bühne ihr Bestes gaben, um einen reibungslosen Wettbewerb und somit ein einmaliges Erlebnis für die teilnehmenden Musikkapellen zu schaffen.

Verein

Kapellmeister

Punkte

Rang

Musikverein Bergknappenkapelle Grünbach am Schneeberg und Umgebung (NÖ)

Martin Bramböck

95,67

1. Platz

Musikverein St. Lorenzen im Paltental und Umgebung (ST)

Peter Mayerhofer

92,22

2. Platz

TMK Bad Leonfelden (OÖ)

Christian Dumphart / Martin Dumphart

91,22

3. Platz

Trachtenkapelle St. Georgen i. Lav. (K)

Herbert Sulzer

89,33

4. Platz

Bürgermusik Mauterndorf (S)

Günther Binggl

87,67

5. Platz

Musikverein Purbach (B)

Michael Halverson

87.00

6. Platz

Bundesmusikkapelle Brandenberg (T)

Lukas Neuhauser

85,11

7. Platz

BOKU Blaskapelle (W)

Wolfgang Kastenhuber

82,00

8. Platz

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